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Trinken - was und wieviel?

Je mehr man trinkt, desto besser?
"Der normale Flüssigkeitsbedarf pro Tag beträgt etwa zwei Liter", erklärt Professor Ingo Froboese von der Sporthochschule in Köln. Diese Menge sollte man auf jeden Fall zu sich nehmen. Mehr muss es nicht sein. Denn überflüssiges Wasser wird vom Körper lediglich wieder ausgeschieden - und man muß häufiger zur Toilette. Sport, Krankheiten und andere Umstände können den Flüssigkeitsbedarf jedoch steigern.

Beim Sport möglichst viel trinken?
"Wasser hat ja wie alles andere ein bestimmtes Volumen", sagt Ingo Froboese. "Wenn Sie beim Sport oder unmittelbar davor zu viel davon zu sich nehmen, ist das vor allem unangenehm im Bauch."
Wenn die Flüssigkeit dann auch noch zu kalt ist, kann es außerdem noch zu Verdauungsproblemen kommen. "Wer den ganzen Tag über genug trinkt, braucht bei sportlichen Aktivitäten bis zu 90 Minuten überhaupt nichts zwischendurch trinken", weiß der Sportwissenschaftler. "Trinken Sie während des Trainings nur in kleinen Schlucken."
Ein extremes Zuviel an Wasser kann dem Körper übrigens sogar schaden: "Dadurch können die Zellen entmineralisieren, was die sportliche Leistung mindert und im schlimmsten – jedoch seltenen - Fall sogar tödlich ist." Ingo Froboeses Richtwert für Sportler:
"Pro Stunde Training erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf um etwa einen Liter."

Mineralwasser ist besser als Leitungswasser?
"Grundsätzlich deckt jeder Mensch, der sich gesund ernährt, seinen Bedarf an Mineralien mit der festen Nahrung", erklärt Ingo Froboese. Ob die Mineralien im Wasser überhaupt geeignet sind, um vom Körper verarbeitet zu werden, ist umstritten. "In Mineralwässern sind die Mineralien in Molekülen enthalten, die zu groß sind, um vom Körper aufgenommen zu werden." Die Stoffe würden demnach unverändert mit dem Urin ausgeschieden. Insofern sei Mineralwasser nicht besser als Leitungswasser, das im übrigen auch Mineralstoffe enthält, so Froboese.

Natürliches Mineralwasser
Wenn Wasser durch Gesteine fließt, werden lösliche Mineralien aufgenommen. Hierbei handelt es sich um Substanzen, die für den Menschen lebensnotwendig sind. Die meisten Wässer enthalten auch Eisen. Weil das aber mit dem Sauerstoff in der Luft reagieren und braune Ausflockungen zur Folge haben könnte, wird das Eisen den meisten Wässern künstlich entzogen. Sie sind enteisent (nicht zu verwechseln mit enteisend, also Eisen entziehend). Sportler sollten Mineralwässer trinken, die viel Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium enthalten. Wässer mit sehr geringem Mineralstoffgehalt (weniger als 50 Milligramm pro Liter) dürfen jedoch auch auf den Markt gebracht werden.

Quellwasser
Gewonnen aus unterirdischen Wasservorkommen wird Quellwasser gleich vor Ort abgefüllt.
Weder für Reinheit noch für Ursprünglichkeit gibt es amtliche Abnahmen.
Darüber hinaus gelten für die Qualität die gleichen Anforderungen wie für Leitungswasser.

Tafelwasser
In diesem Fall werden Mineralsalze, Meerwasser oder Kohlensäure Trink- und/oder Mineralwasser zugesetzt.

Leitungswasser
Leitungswasser ist das am stärksten kontrollierte Lebensmittel und als Trinkwasser absolut empfehlenswert. Es enthält jedoch weniger Mineralien als hochwertige Wässer. Probleme kann es nur in Häusern mit alten Bleirohren geben. Lassen Sie in dem Fall morgens das Wasser vor Gebrauch ablaufen. Über die Qualität des Wassers an Ihrem Wohnort geben die zuständigen Wasserwerke Auskunft.

Mondwasser
Versprochen wird viel, wenn das Wasser bei Voll-, Neu- oder zunehmendem Mond abgefüllt wird. Eine Wirkung ist jedoch bis heute nicht nachgewiesen.

Tipp zum Aufbewahren
Lagern Sie Mineralwasser kühl und vor Sonne geschützt. Kunststoffflaschen haben den Nachteil, dass sie kaputt gehen und Acetaldehyd ins Wasser abgeben können.

Tipp zur Hygiene
Lieber aus einem frischen Glas als ständig aus der Flasche trinken. Bei der Berührung mit dem Mund können Mikroorganismen ins Wasser gelangen und sich dort vermehren.

Apfelsaftschorle ist das ideale Sportgetränk?
"Ich halte Apfelschorle für genauso gut oder schlecht als Sportgetränkt geeignet wie Mineral- oder Leitungswasser", meint Sportwissenschaftler Froboese. Alle können den Flüssigkeitsbedarf decken, haben jedoch keine weiteren vorteilhaften oder negativen Eigenschaften, was den Mineralhaushalt des Körpers angeht. Und es gibt Studien, die Säften wegen ihres hohen Kaliumgehalts sogar negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit zuschreiben. Säfte enthalten allerdings auch Zucker. Dieser kann dem Körper beim Sport schnelle Energie liefern, in großen Mengen aber auch dick machen.

Apfelsaft – naturtrüb oder klar?
Naturtrüber Apfelsaft enthält fünfmal so viel gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe als der Klare.
Die Antioxidantien beugen Krebs und Herzerkrankungen vor. Bei der Herstellung des klaren Saftes werden die Zuckerverbindungen aufgebrochen und die groben Bestandteile entfernt. Bei diesem Verfahren geht ein großer Teil der gesunden Antioxidantien verloren.

Sportler sollten isotonische Getränke zu sich nehmen?
"Isotonische Sportdrinks sollen angeblich durch ihre besondere Zusammensetzung dem Körper und seinen Zellen besonders schnell Mineralien zuführen." Dass dies wirklich funktioniert, wurde jedoch nie wissenschaftlich bewiesen, so Ingo Froboese.

Vorsicht vor zu viel Zucker!
Von den meisten - viel gepriesenen - Durstlöschern sollte man die Finger lassen. Viele Obstsäfte enthalten soviel Zucker wie Cola und Limo - also viel zu viel. Besser sind frisch gepresste Säfte oder gekaufte Säfte mit Wasser verdünnen. Auch Eistee ist keine gute Alternative zu Wässern, wie Öko-Test warnt. Er enthält ebenfalls Zucker, oft sogar noch zusätzlich Süßstoff, Aromen und Zitronensäure, die bei Kindern den Zahnschmelz angreifen kann.

Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit?
"Bis zu vier Tassen Kaffee am Tag sind für gesunde Menschen unproblematisch", sagt Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Der harntreibende Effekt des Koffeins im Kaffee sei bei regelmäßigem Kaffeegenuss zu vernachlässigen . Nur wer nie Kaffee trinkt, muss aufpassen, wenn er plötzlich gleich mehrere Tassen zu sich nimmt.
Zu viel Koffein schadet dem Körper jedoch auf andere Art: Herzklopfen, Schwindel und Nervosität sind mögliche Folgen.

Bei Hitze erfrischen kalte Getränke besonders gut?
"Sehr kalte Getränke können zu Verdauungsproblemen führen", warnt Sportwissenschaftler Froboese. Dazu komme, dass die kalte Flüssigkeit vom Körper energieaufwändig erwärmt werden muss. Das kann zum einen dazu führen, dass wir noch mehr schwitzen. Zum anderen fehlt dem Körper etwa beim Sport diese Energie und die Leistungsfähigkeit kann sinken. Besser und erfrischender sind also ungekühlte Getränke.

Nach Steinobst darf man nichts trinken?
Dieser Rat ist zwar nicht aus der Luft gegriffen, heute aber überholt. Früher konnte es passieren, dass Bakterien aus verunreinigtem Trinkwasser zusammen mit Obst Bauchschmerzen verursachten.
Trinkwasser war früher stark mit Keimen belastet. Diese können die Früchte zersetzen und zu Blähungen und Durchfall führen. Die Qualität des Wassers heute macht diese Vorsichtsmaßnahme überflüssig.
Trinkwasser bei uns hat heute eine gute Qualität. Nebenwirkungen sind daher bei normalen Mengen an Obst und Wasser nicht zu befürchten.

Selten auf die Toilette gehen trainiert die Blase?
Etwas Wahres ist dran an diesem Spruch. Denn wer immer sofort beim ersten Anzeichen auf die Toilette geht, kann damit langfristig das Fassungsvermögen der Blase verringern. Andererseits kann der Blasenmuskel Schaden nehmen, wenn der Urin ständig krampfhaft über lange Zeit eingehalten wird.
"Der Körper produziert pro Stunde normalerweise etwa 60 Milliliter Urin", erklärt Dr. Hartmut Jonitz, Darmstadt, 1.Vizepräsident im Berufsverband der Deutschen Urologen. "Da die Blase 250 bis 300 Milliliter Urin aufnehmen kann, ist es normal, wenn wir etwa alle vier Stunden zur Toilette gehen."
Wer zu oft Wasser lassen muss oder die Blase nicht richtig entleeren kann, sollte einen Urologen aufsuchen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema?
Schreiben Sie mir einfach eine Mail!

Wolfgang Pecher



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