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Kinder-Ernährung

Ernährung von Kindern und Jugendlichen

Der nachfolgende Artikel stammt von
Dr. Gerald Tulzer
Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde
Universitäts-Dozent
Leiter des Departments für Kinder-Kardiologie an der Landes-Kinderklinik Linz


Als Kinderarzt und Kinder-Kardiologe nimmt für mich die Ernährung der Kinder
eine zentrale Stellung ein.
In kaum einem anderen Lebensabschnitt ist Ernährung so wichtig wie im Kindesalter.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Benötigt ein Erwachsener im Schnitt 30 kcal pro Kilogramm Körpergewicht,
so brauchen Kleinkinder aufgrund von Wachstum, Reifung und Entwicklung
bis zu 100 kcal/kg – also mehr als das 3-fache!

Unzureichende Versorgung des Körpers in diesem Lebensalter
mit notwendigen Nährstoffen führt zwangsläufig zu Krankheit.
Oft noch nicht im Kindesalter, aber im frühen Erwachsenenalter!
Die Basis hierfür wird in der Kindheit gelegt!

Kinder sind schlecht ernährt

Tatsache ist, dass die Ernährung unserer Kinder im Schnitt leider sehr schlecht ist!
(Ernährungsbericht 1998 -Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales und
Bundesministerium für Verbraucherschutz, Institut für Ernährungswissenschaften
der Universität Wien)
Kinder essen zuviel Fett, Zucker, und zu wenig Kohlenhydrate.
Es wurde ein Mangel an Vitamin B, ß-Carotin, Folsäure nachgewiesen!

Die Empfehlung lautet: mehr Obst und Gemüse!

Übergewicht oft Ursache von Zivilisationskrankheiten

Alarmierende Zahlen sind, dass bereits heute jedes 4. Kind übergewichtig ist!
Und wir wissen, dass 80 % der dicken Kinder auch dicke Erwachsene sein werden!

Arterienverkalkung, Altersdiabetes (-zucker) und Bluthochdruck kommen
immer häufiger schon im Jugendalter!

Wenn man weiss, dass 50 % aller Todesfälle auf Herz-Kreislauferkrankungen
zurückzuführen sind und diese wiederum überwiegend ernährungsbedingt sind,
kann man erahnen, wie viel gesunde Ernährung hier für die Volksgesundheit
bewirken könnte – viel mehr als alle neuen teuren Medikamente und
Operationsmethoden!

Mehr Obst und Gemüse

In den Richtlinien der jeweiligen Ernährungskommissionen nimmt neben
der Reduktion von Fett und Zucker die Empfehlung für mehr Obst und Gemüse
stets eine zentrale Stellung ein.

Zweifelsohne besteht hier im Kindesalter das grösste Defizit!
Die im Obst und Gemüse enthaltenen Inhaltsstoffe wie Vitamine, Enzyme und
vor allem die wichtigen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe sind
gerade im Wachstum und in der Entwicklung unentbehrlich!

Mangelerscheinungen können sich in Blässe, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche,
Verdauungsproblemen bis hin zu häufigen, ständig wiederkehrenden Infekten
und chronischen Krankheiten äussern!

Vitaminpillen sind kein Ersatz

Was tun, um diesen Mangel zu beheben?

Oft wird Obst und Gemüse von Kindern trotz aller Bemühungen mehr oder weniger
vollständig abgelehnt.

Reicht dann die Vitaminpille bzw. der Vitaminsaft aus der Apotheke?

Die Antwort ist eindeutig: NEIN !

Alle bislang durchgeführten grossangelegten und kontrollierten Studien
haben eindeutig belegt, dass eine vorbeugende Gabe
eines synthetischen Vitaminpräparates
zu keinerlei nachweisbarem positiven Effekt geführt hat!
In einigen Studien sind sogar negative Effekte aufgetreten!

Das heisst: Vitaminpräparate sind in der Vorbeugung wirkungslos und verzichtbar,
Obst und Gemüse jedoch nicht!

Möchte man die Ernährung von Kindern verbessern, so bieten sich hier wohl nur
Nahrungsergänzungen auf Basis von reifem Obst und Gemüse an,
die neben den (natürlichen) Vitaminen
auch die entscheidenden sekundären Pflanzeninhaltsstoffe enthalten!

Meine Empfehlung:

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema?
Schreiben Sie mir einfach eine Mail!

Wolfgang Pecher



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