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Offenheit

Mit Offenheit haben viele Menschen mehr oder weniger ein Problem!
Sich anderen Menschen zu öffnen, Andere in sich rein sehen zu lassen,
fällt vielen Menschen schwer.
Es ist ihnen peinlich, sich vor Anderen zu „entblößen“ (zu „outen“),
aus Angst, sich lächerlich oder verletzbar zu machen.
Ihre Unsicherheit bezüglich ihrer Wirkung auf Andere und ihre Angst,
dass Andere ihnen mit „intimeren“ Kenntnissen schaden könnten,
hemmt sie, sich zu öffnen.

Deshalb erscheint ihnen ein offener Mensch oft fremdartig und
er verschafft ihnen Unbehagen. Sie können mit ihm nichts anfangen.

Er irritiert sie, weil er etwas tut, was ihnen zu peinlich wäre, es selbst zu tun.
Viele Menschen halten die Offenheit Anderer sogar für eine Schwäche.
Jedoch auch in der Offenheit sich selbst gegenüber
sehen viele Menschen eine Gefahr – nämlich in den Spiegel zu schauen,
sich vor sich selbst zu „entblößen“, sich so zu sehen, wie man wirklich ist,
statt so, wie man sich sehen möchte.

Das Risiko der Offenheit besteht darin, verletzt zu werden oder
sich zu „blamieren“ - auch vor sich selbst.

Die Chance besteht jedoch darin,
Anderen (oder sich selbst) den Zugang zu sich zu erleichtern und
damit einander oder sich selbst näher zu kommen!

Ein erfahrener Kampfsportler z.B. geht zwar noch immer
vorsichtig durch das Leben, jedoch nicht mehr ängstlich!
Denn er weiß, dass die Gefahr, ernsthaft verletzt zu werden,
für ihn relativ gering ist.

Wenn ich also stark genug bin und keine Angst davor habe,
verletzt zu werden oder mich lächerlich zu machen,
dann kann ich es mir auch leisten, mich zu öffnen.
Denn ich weiß, dass das damit evtl. verbundene Risiko für mich kalkulierbar ist.

Und so, wie ich mir Offenheit von Anderen wünsche,
nutze ich die Chance, mich Anderen zu zeigen, wie ich bin und
ihnen damit zu ermöglichen, mich besser einzuschätzen und mir näher zu kommen!
Das ist mir auch ein großes Risiko wert!

Tatsächlich ist Offenheit also keine Schwäche, sondern eine Stärke!

Ein offener Mensch erleichtert mir den Umgang mit ihm,
ebenso wie ich mit meiner Offenheit Anderen den Zugang zu mir leichter mache.

Zu diesem Thema passt die folgende kleine Geschichte, die ich erlebt habe:

Ich besuchte einmal einen sehr interessanten Vortrag von Samy Molcho
zum Thema "Körpersprache".

Zum Schluss dieses Vortrags brachte Samy Molcho noch etwas,
das mich sehr berührte,
und mich in meiner oben beschriebenen Einstellung bestätigte:

Er stand auf der Bühne in der Haltung eines Boxers,
die Ellenbogen schützend vor dem Körper,
die Fäuste kampfbereit nach vorne gehalten.

Dann sagte er:

"In dieser Haltung wird Euch kaum etwas passieren!
Es wird Euch kaum jemand schlagen.
Ihr seid somit fast unverletzbar!"

Er machte eine kurze Pause, schaute in den Saal und alles schwieg.

Dann sagte er leise:

"Es wird Euch jedoch auch kaum jemand umarmen!"

Dann öffnete er die Arme ganz weit, als wolle er jeden umarmen, und sagte:

"In dieser Haltung kann natürlich Folgendes manchmal passieren ..."

Und er schlug sich mehrmals mit den Fäusten gegen die Brust.

"Ihr werdet geschlagen, vielleicht sogar verletzt!"

Wieder eine kurze Pause. Und dann:

"Seid Ihr denn wirklich so schwach, dass Ihr ein paar Schläge nicht aushaltet,
und aus Angst vor Schlägen auf die vielen Umarmungen,
die Ihr in dieser Haltung bekommen könntet, verzichtet?"

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema?
Schreiben Sie mir einfach eine Mail!

Wolfgang Pecher



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