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Alleinerziehende Mutter

Die Umstände, unter denen Kinder leben und aufwachsen, werden normalerweise von den Eltern bestimmt und realisiert.
Liebevolle Eltern werden dabei immer auch die Wünsche und Bedürfnisse
ihrer Kinder berücksichtigen, sich jedoch in erster Linie an den eigenen Wünschen,
Bedürfnissen und Möglichkeiten orientieren.

Wenn eine alleinerziehende Mutter und ein Mann sich kennen lernen und verlieben,
dann entsteht bei Beiden das Bedürfnis nach Nähe.
Dieses Bedürfnis wächst mit zunehmender Verliebtheit und
wird von Beiden nach Möglichkeit immer mehr realisiert.

Und so wie wir einen neuen Freund unseren anderen Freunden gerne vorstellen,
so wird auch die Mutter den Mann, in den sie verliebt ist, bald ihrem Kind vorstellen wollen.
Und wenn Frau und Mann immer mehr spüren, dass sie gerne und oft zusammen sind und
das scheinbar auch so bleiben soll, dann wird die Mutter auch den Kontakt zwischen diesem Mann und ihrem Kind intensivieren, damit das Kind sich langsam an diesen neuen Menschen gewöhnen kann.

Dabei geht es also darum, dass das Kind sich an die Nähe einer bisher fremden Person gewöhnen kann,
nicht jedoch darum, das Einverständnis des Kindes zu „erarbeiten“!
Denn wenn die Mutter sich entschieden hat, dass dies der Mann ist, mit dem sie zusammen sein möchte,
dann hat das Kind dies zu akzeptieren, und es muß lernen, sich dieser neuen Situation anzupassen.

Und Beide - das Kind und der Mann - müssen lernen, sich aufeinander einzustellen.
Die Aufgabe der Mutter ist es dabei, Beide zu unterstützen.
Im Bewusstsein der Mutter sollte jedoch verankert sein,
dass sie mit diesen beiden Menschen unterschiedliche Motive verbinden:

Da ist einerseits der Mann, den sie sich zum Partner auserwählt hat,
mit dem sie voraussichtlich ihr künftiges Leben verbringen möchte.
Dieser Partner wird im Idealfall noch an ihrer Seite sein,
wenn ihr Kind schon längst eigene Wege geht!
Und das Wort „Partnerschaft“ beinhaltet, dass man sich einig ist und künftig „an einem Strang zieht“.

Und da ist andererseits das Kind, das zwar ein gleichwertiges Mitglied dieser neuen Familie ist und dessen Wünsche und Bedürfnisse daher auch noch berücksichtigt werden müssen,
dem jedoch keine Entscheidungsmacht zusteht, das noch Lehre und Erziehung braucht,
und das auch weiterhin die Entscheidungen seiner Mutter zu akzeptieren hat.
Und wenn irgendwann die Mutter entscheidet, dass nun auch der neue Partner
ein Mitsprache- und Entscheidungsrecht in dieser neuen Familie hat,
dann hat auch dies das Kind zu akzeptieren und sich zu fügen!

Wenn das Kind sich nun gegen den neuen Partner der Mutter wehrt, dann sollte die Mutter zunächst gemeinsam mit ihrem Partner prüfen, ob es in der Person oder dem Verhalten des Partners tatsächlich Gründe gibt für das Kind, den Kontakt abzulehnen.
Und diese Gründe sind nach Möglichkeit zu beseitigen.
Wenn jedoch erkennbar ist, dass das Kind nur blockiert,
weil es seine bisherige „Hauptrolle“ im Leben seiner Mutter gefährdet sieht,
dann muß die Mutter ihrem Kind deutlich machen, dass es auch weiterhin 100 % der Liebe
bekommt, die eine Mutter für ihr Kind empfindet, und dass
der neue Partner 100 % der Liebe bekommt, die eine Frau für einen Mann empfindet.
Das Kind muss begreifen, dass seine Mutter einen berechtigten Anspruch auf ein eigenes Leben hat!
Und dass es den Wunsch bzw. die Entscheidung der Mutter zu respektieren und zu akzeptieren hat!
Natürlich sind hier von der Mutter und dem Partner viel Geduld und Verständnis aufzubringen.
Besonders wichtig dabei ist jedenfalls, dass beide Partner sich möglichst immer einig sind, und
dass die Mutter, wenn nötig, ihren Partner ebenfalls unterstützt (wie sie sich das umgekehrt von ihm ja auch wünscht!), auch wenn es mal gegen das eigene Kind gerichtet ist!

Für die Entscheidung und das Verhalten der Mutter sollte also nicht Maßstab sein,
ob ihr Kind mit der Entscheidung und dem Verhalten der Mutter einverstanden ist!
Für die Entwicklung des Kindes ist es sogar absolut notwendig zu lernen,
die Wünsche anderer zu respektieren und auch etwas zu akzeptieren, was ihm nicht gefällt!
Denn wenn ihm diese Fähigkeit in seinem späteren Leben fehlt,
wird es eine Menge Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen haben
bzw. sehr oft von anderen Menschen abgelehnt werden!

Und auch für das Leben und die Entwicklung der Mutter ist es notwendig, bei sich und ihren Wünschen und Bedürfnissen zu bleiben und diese, ihren Möglichkeiten entsprechend und soweit für ihr Kind damit keine gravierenden Nachteile entstehen, zu verwirklichen.

Es ist jedenfalls nicht notwendig, dass die Mutter sich für Kind ODER Partner entscheidet!
Denn wenn die Mutter ihr Leben nicht als "Glucke" ihrem Kind opfert und nicht nur weiß,
was sie für ihr Kind, sondern auch, was sie für sich will, dann kann daraus
zusammen mit dem passenden Partner eine glückliche Familie entstehen!

Und die Mutter wird auch später noch, wenn das Kind schon längst eigene Wege geht,
einen liebevollen und zuverlässigen Partner an der Seite haben!

Außerdem wird das Kind irgendwann seine Mutter mit Respekt ansehen und sie sich als Vorbild dafür wählen,
wie eine Frau ihr Leben wieder in den Griff bekommen kann.
Wenn umgekehrt das Kind seine Mutter im Griff hat, wird sein Respekt vor der Mutter nie sehr groß sein.
Und seine Vorbilder wird sich das Kind woanders suchen!

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema?
Schreiben Sie mir einfach eine Mail!

Wolfgang Pecher



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