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Was ist Liebe?
von Bodo Deletz

Wenn Menschen über das Gefühl der Liebe reden, reden sie meistens über völlig unterschiedliche Dinge. Die einen verstehen unter Liebe die Zuneigung, die sie für einen anderen Menschen empfinden, andere meinen eher die Verbundenheit mit diesem Menschen. Wieder andere sprechen von Liebe, wenn sie den anderen toll finden, oder sie sprechen von Liebe, wenn sie den anderen haben wollen. Manche Menschen sprechen auch von Liebe, wenn sie sich im Beisein des Geliebten geborgen, zu Hause oder beschützt fühlen. Oder sie empfinden es als Liebe, wenn sie den anderen als genauso wichtig oder gar wichtiger empfinden als sich selbst.
Diese Auflistung könnte man beliebig fortführen. Es gibt unzählige Empfindungen, die zur Liebe gehören. Doch diese Empfindungen sind nicht die Liebe selbst. Sie sind emotionale Begleiterscheinungen der Liebe.
Vor einigen Jahren fragte ich Ella einmal danach, was Liebe ist. Die Antwort verwirrte mich zunächst: „Liebe ist unsere tatsächliche Daseinsform“, antwortete Ella. „Es ist die Daseinsform des Einsseins und damit unsere wahre Natur.“
Liebe ist also mehr als nur ein Gefühl. Sie ist auch mehr als die Summe aller Gefühle, die zur Liebe gehören. Sie ist der ursprüngliche Daseinszustand, mit allem eins zu sein. Die Wahrnehmung dieses Zustandes im Kleinen bringt die oben benannten Gefühle hervor. Die Wahrnehmung des vollständigen Einsseins bringt das Gefühl hervor, das viele Menschen als Allumfassende Liebe bezeichnen.
Menschen, die diesen Zustand permanent leben können, werden als erleuchtet bezeichnet.
Viele Menschen sind schon einmal in den Genuss einer erleuchtungsähnlichen Erfahrung gekommen.
Sie haben sich für kurze Zeit mit allem eins gefühlt, konnten diesen Zustand jedoch nicht halten.
Solche Erfahrungen hatte ich mehre Male. Sie waren unglaublich beglückend, was mich dazu verleitete, die Allumfassende Liebe als Weg zum Glück anzusehen. Das ging so was von mächtig in die Hose, dass ich diesen Weg niemandem empfehlen möchte! Niemals zuvor in meinem Leben und auch nicht danach war ich so unglücklich wie in dieser Phase meines Lebens. Spirituell machte ich dabei nur Rückschritte.
Ich bin trotzdem froh, dass ich es erlebt habe, denn ich habe eines daraus gelernt:
Liebe ist kein Weg zum Glück. Es ist umgekehrt. Glück ist der Weg zur Liebe!
Denk nur einmal an Phasen deines Lebens, in denen du über alle Maßen glücklich warst.
Vielleicht warst du gerade bis über beide Ohren glücklich verliebt (Das ist nicht das Gleiche wie die Liebe!). Du empfandest in dieser Zeit so viele gute Gefühle für andere Menschen, dass du am liebsten in der Fußgängerzone alle Menschen umarmt hättest. Du warst tolerant und verständnisvoll, warst wohlwollend, freutest dich mit anderen Menschen über ihr Glück und mochtest irgendwie alle.
Das war sicherlich mächtig toll, doch es war nur der Anfang von dem, was möglich ist!
Beständiges Glück stellt die Voraussetzung dar, um so etwas Gigantisches wie Liebe tatsächlich dauerhaft leben zu können. Die Allumfassende Liebe ist wie eine lange Leiter, die man Stufe für Stufe erklimmt und dabei auf Ebenen vordringt, die man zuvor überhaupt nicht für möglich gehalten hätte.
Der Weg zur Allumfassenden Liebe besteht in der Wahrnehmung des Einsseins mit allem, was ist.
Doch dazu muss die richtige emotionale Basis geschaffen werden, sonst stürzt man immer wieder von der Leiter, und das tut mächtig weh! Das musste ich nach einigen Jahren des Bemühens schließlich einsehen.
Ich schaffte es noch nicht einmal dauerhaft, mich selbst zu lieben und damit mit mir selbst eins zu fühlen. Ich lehnte mich zum Beispiel ab, wenn ich etwas falsch gemacht oder nicht gut genug hingekriegt hatte. Ich zweifelte an mir, wenn andere mich kritisierten. Ich verurteilte mich für meine Charakterfehler und wäre erst mit mir zufrieden gewesen, wenn ich perfekt gewesen wäre.
Selbstablehnung, Selbstzweifel und Selbstverurteilung sind Trennungsgefühle. Wir Menschen sind instinktiv geneigt, Dinge die wir ablehnen und verurteilen, als uns nicht zugehörig zu betrachten.
Damit ist es uns unmöglich, uns dauerhaft mit allem eins zu fühlen. Dieser Instinkt kann nicht ausgeschaltet werden. Wir können ihn nur umgehen, indem wir weder uns selbst noch andere noch unsere Lebensumstände ablehnen oder verurteilen. Dass dies nicht einfach mal so nebenbei gelingt, nur weil wir das wollen, kannst du sicherlich nachempfinden. Vielen Menschen fällt es schon schwer, sich in ihre Eltern hinein zu versetzen, um ein Simulationsmuster mit ihnen zu verändern (eine effektive Methode zur persönlichen Weiterentwicklung, die wir häufig verwenden.). Sie wollen nicht eins sein mit ihren Eltern. Dafür gibt es möglicherweise zu viele emotionale Verletzungen aus der Kinderzeit. Gründe also, die berücksichtigt werden müssen auf dem Weg zur Liebe.
So lange wir uns selbst, andere Menschen, unsere Lebensumstände, unseren Körper, die Gesellschaft oder sonst irgendetwas dauerhaft ablehnen oder verurteilen, wird sich unsere Wahrnehmung nicht dauerhaft und vollständig auf das Einssein und damit auf die Allumfassende Liebe fokussieren können.
Natürlich kann man nicht einfach von jetzt auf gleich damit aufhören. Das ist ein längerer Prozess, dem wir uns in unserem Glückstraining auch sehr umfassend widmen. Das Wichtigste bei diesem Prozess ist jedoch, es wirklich zu wollen. Mit wirklich wollen meine ich, es auch unbewusst zu wollen. Wir haben natürlich unsere Gründe dafür, wenn wir zum Beispiel unseren Partner ablehnen. Wir wollen damit etwas erreichen. Wir wollen in der Regel erreichen, dass er sich ändert. Das Gleiche wollen wir auch erreichen, wenn wir uns selbst oder unsere Lebensumstände ablehnen.
Wir haben also triftige Gründe für unsere Ablehnung, auch wenn uns diese Gründe nicht immer bewusst sind. So lange diese Gründe bestehen bleiben, werden wir unbewusst weiterhin ablehnen.
Unser Bewusstsein hat leider (glücklicherweise) nicht die Befugnis zur Entscheidung, es einfach nicht mehr zu tun. Es hat jedoch die Befugnis, die Gründe für die Ablehnung zu überprüfen und sie ggf. als falsch zu erkennen. Wann immer wir solch einen Grund als Fehler erkennen, wird die Ablehnung gestoppt. Das geschieht innerhalb weniger Sekunden und bleibt dauerhaft bestehen. Aus diesem Grund werden wir also niemals wieder etwas oder jemanden ablehnen. Es sei denn, wir ändern unsere Meinung wieder und sehen den ursprünglichen Grund zur Ablehnung doch nicht mehr als Fehler an, was manchmal geschieht, weil uns der Weg der Wahrheit einfach als zu mühsam erscheint. Wir lehnen den anderen dann doch lieber wieder ab, weil es einfacher ist, als sich selbst zu ändern.
Die richtige Motivation ist damit ein wichtiger emotionaler Eckpfeiler auf dem Weg zur Allumfassenden Liebe. Sie schafft jedoch nicht nur die Bereitschaft zur Eigenentwicklung, sie hat auch eine sehr wichtige Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns. So gut wie alle Erfahrungen, die wir als Seele im Menschengewand machen, gehen durch unser Fleisch- und Blutbündnis hindurch.
Fast alle Wahrnehmungen erleben wir über unser Gehirn und die Sinnessysteme unseres Körpers. Motivation und Vorfreude lassen die geistige Leistungsfähigkeit unseres Gehirns auf 200 Prozent seiner normalen Fähigkeiten ansteigen. Damit wird es erst möglich, Erfahrungen zu machen, zu denen man mit den normalen 100 Prozent gar nicht fähig wäre.
Natürlich lässt sich Motivation ebenso wenig bewusst erzwingen, wie wir unser Unterbewusstsein dazu zwingen können, niemanden und nichts mehr abzulehnen. Wollen wir motiviert sein, brauchen wir auch dazu wieder triftige Gründe. Auch sollten die Gründe für eventuelle Demotivationen als falsch erkannt und damit eliminiert werden. Der emotionale Eckpfeiler dauerhafter Motivation sollte also geschaffen werden auf dem Weg zur Liebe. Und zwar die Motivation zu den folgenden drei weiteren emotionalen Eckpfeilern der Allumfassenden Liebe:

Gelassenheit, Souveränität und Zusammengehörigkeit.

Gelassenheit ist wichtig, damit der alltägliche Stress nicht ständig jegliche Spiritualität zunichte macht. Stell dir vor, es kommt ein böser Brief von der Bank oder vom Finanzamt. Sie wollen sehr viel mehr Geld von dir, als du auftreiben kannst. Du stehst also mit dem Arsch an der Wand. Natürlich könntest du jetzt dem Finanzamt sagen, dass wir in Wirklichkeit doch alle eins sind und demnach doch egal ist, ob das Geld bei dir oder bei ihnen ist. Ich bezweifle jedoch, dass das Finanzamt nach dem All-Einssein-Prinzip handelt!
Man kommt nicht wirklich weit hoch auf der Leiter zur Allumfassenden Liebe, wenn einen der Alltag immer wieder abstürzen lässt. Der Aufstieg wird jedes Mal mühsamer. Auch wird die Angst mit jedem Mal stärker, doch gleich wieder abzustürzen. Eigentlich sollten diese Schmerzen einem zeigen, dass man auf dem falschen Weg ist. Dennoch brauchen manche Menschen (ich zum Beispiel J) Jahre, um dies zu erkennen.
Gelassenheit lässt sich natürlich ebenfalls nicht erzwingen. Wir haben unsere Instinkte, die befriedigt werden müssen. Das gehört zum Fleisch- und Blutbündnis dazu, das wir als Seele mit unserem Körper eingegangen sind. Wir haben Instinkte, die wir nicht ignorieren können. Wir brauchen also wieder einmal triftige Gründe für unsere Gelassenheit. Gleichzeitig sollten wir die Gründe für unseren Stress als Fehler erkennen, damit hier Ruhe einkehren kann.
Da diese Erkenntnisprozesse allesamt auf Wahrheit beruhen müssen, damit unsere Instinkte sie annehmen können, erfordert dieser Weg eine ausreichende Kenntnis über unsere Instinkte und ihre Motive, wie ich sie in „Mary“, „Die Glückstrainer“ und „Glücksmomente“ veröffentlicht habe. Letzten Endes sollte uns klar sein, dass in unserem Leben alles in Ordnung ist und auch zukünftig in Ordnung bleibt – ja sogar alles noch besser wird. Kann man diese Einstellung zur Gegenwart und zur Zukunft nicht als wahr empfinden und triftige Gründe dafür anbringen, wird es nichts mit dauerhafter Gelassenheit. Und damit auch nichts mit dem absturzfreien Aufstieg auf der Leiter zur Allumfassenden Liebe.
Ein weiterer wichtiger emotionaler Eckpfeiler ist die Souveränität. Ein souveräner Mensch ist selbstbestimmt. Er lässt sich nicht so schnell von den Meinungen anderer verunsichern – selbst dann nicht, wenn es einige Milliarden sind, die anderer Meinung sind. Das bedeutet nicht, dass ein souveräner Mensch weltfremd ist. Er gibt jedoch der Meinung anderer Menschen nicht mehr Gewicht als seiner eigenen Meinung. Auch dann nicht, wenn es ein paar Milliarden Menschen sind, die anderer Meinung sind! Wenn sich die Meinungen unterscheiden, dann weiß man erst einmal nicht, wer richtig liegt.
Doch dies ist kein Grund, an sich selbst als Mensch zu zweifeln. Es ist nur ein Grund, der Wahrheit auf den Grund zu gehen und herauszufinden, wer Recht hat. Das können die Milliarden sein oder auch der Einzelne.
Dieser Einstellung verdanke ich sehr viele meiner Erkenntnisse. Ich wurde von meiner Mutter so erzogen, dass man bei unterschiedlichen Meinungen einfach nicht wissen kann, wer Recht hat. Und so überprüfte ich meine Erkenntnisse (zumeist die Infos, die ich von Ella bekam) völlig ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass 6,5 Milliarden Menschen auf dieser Welt das anders sehen. Alle Menschen dieser Welt lehnen beispielsweise sich selbst, andere Menschen, ihren Körper, ihre Krankheiten, ihre schlechten Gefühle, ihren Computer, ihr kaputtes Auto, das verbrannte Essen usw. ab, um mit dieser Ablehnung zu erreichen, dass sich alles zum Positiven ändert. Dass dies nicht funktioniert, liegt auf der Hand (ich habe es in meinen Büchern ausführlich beschrieben).
6,5 Milliarden Menschen auf dieser Welt hatten also Unrecht – so unglaublich das klingen mag!
Auch machen 6,5 Milliarden Menschen auf dieser Welt keinen Unterschied zwischen Zuneigung und Anerkennung. Sie geben scheinbar Zuneigung für Leistung und versuchen auch, Leistungen zu erbringen, um Zuneigung zu erhalten. In Wirklichkeit ist Zuneigung jedoch von Leistungen völlig unabhängig. Zuneigung erhält man dafür, dass man so ist, wie man ist. Anerkennung erhält man für das, was man tut. Auch wenn das 6,5 Milliarden Menschen dieser Welt verwechseln, haben sie nicht Recht damit.
(Du merkst vermutlich schon: Ich bin mächtig stolz auf meine Souveränität! J)
Souveränität ist wichtig, damit man seinen eigenen spirituellen Weg gehen kann. Niemand kann dir sagen, was für dich richtig ist. Niemand weiß, was wirklich richtig und falsch ist. Der Liebe Gott hat hier irgendwie vergessen, uns ein umfassendes Sammelwerk da zu lassen, in dem wir nachschlagen können, was wirklich richtig ist.
Wir sind also auf uns selbst angewiesen. Wir müssen uns unsere eigene Meinung bilden. Jeder Mensch auf diesem Planeten hat sich sein eigenes Sammelwerk für Richtig und Falsch geschaffen. Er hat es durch eigenes Nachdenken und durch Übernahme von anderen Menschen (Eltern, Lehrern, Freunden, Partnern usw.) zusammen getragen. Niemand benutzt demnach das gleiche Nachschlagewerk. Wir sind uns in einzelnen Punkten oft einig. Aber es gibt sicherlich keine zwei Menschen auf der Welt, die tatsächlich exakt genau das gleiche Nachschlagewerk mit all seinen Abertausenden von Kriterien benutzen.
Diese Einstellung zusammen mit einigen anderen Überlegungen bildet die Grundlage echter Souveränität, die es uns ermöglicht, unseren eigenen Weg zu gehen. Und nur unser eigener Weg führt zu unserem eigenen Ziel!
Souveränität ist demnach ein unumstößlicher Eckpfeiler auf dem Weg zur Allumfassenden Liebe.
Als vierter emotionaler Eckpfeiler sind die Gefühle der Zusammengehörigkeit wichtig. Als da wären, Vertrautheit, Verbundenheit, Sympathie, Zuneigung, Harmonie, Wertschätzung usw. Für all diese Gefühle hat die Natur ein eigenes Emotionszentrum geschaffen. In diesem Gehirnzentrum werden Hormone produziert, die unsere Wahrnehmung verändern. Sie machen die Wahrnehmung des Einsseins überhaupt erst möglich. Sie öffnen Schritt für Schritt die Kanäle für die wahre Natur unserer Existenz – dem Einssein. Verstärkt man diese Gefühle immer mehr und lebt sie dauerhaft, fühlt man sich zunehmend mit allem und jedem verbunden. Steigert man diese Gefühle immer weiter, intensiviert sich die Verbundenheit zur Erkenntnis des Einsseins. Alle Grenzen werden aufgehoben. Man ist also nicht nur verbunden sondern tatsächlich eins.
Es ist, wie bereits erwähnt, nicht sinnvoll, diesen vierten und letzten emotionalen Eckpfeiler als erstes schaffen zu wollen. Wir können nicht uns selbst, jeden anderen Menschen und alles auf dieser Welt lieben, wenn wir ständig mit Ablehnungsgefühlen konfrontiert werden, weil wir irgendetwas oder jemanden ändern wollen oder weil wir von ihm etwas erwarten.
In unseren Instinkten tragen wir eine Art Beziehungskonto, auf dem über alles, was wir für andere tun, genau Buch geführt wird. Erhalten wir auch wirklich genauso viel zurück, wie wir gegeben haben?
Das ist die Frage, die sich unsere Instinkte immer wieder stellen. Dabei legen sie jedoch dummerweise einen völlig falschen Maßstab an, wie ich in meinen Glückstipps „Das 5 zu 1 Beziehungskonto“ schon einmal ausführlich beschrieben habe.
Dieses Beziehungskonto lässt sich abstellen - auch wenn es um die Liebe geht. Wir müssen es jedoch wirklich wollen und daran scheitert unser Vorhaben dann meistens. Wir sehen es oft nicht ein, für andere etwas zu tun, wenn wir nichts Adäquates zurück erhalten. Selbst dann nicht, wenn wir es eigentlich gerne tun und dabei sehr viele Erfüllungsgefühle erleben würden. Auch nicht, wenn wir geschäftlich dadurch sehr viele Vorteile haben würden. Wenn das Beziehungskonto nicht stimmt, rät uns unser Instinkt, auf dieses gute „Geschäft“ zu verzichten. Wir sehen dann einfach nicht ein, dass der andere ungerechterweise so viel verdienen sollte und verzichten damit lieber auf unseren eigenen guten Verdienst, den wir bei diesem „Geschäft“ trotzdem noch gehabt hätten. Wir sehen es auch nicht ein, einen anderen Menschen zu lieben, wenn der uns nicht mindestens genauso stark zurück liebt. Mit dieser Einstellung schafft man es nie, allumfassend zu lieben. Dies würde erfordern, dass man von allen Menschen dieser Welt mindestens genauso stark zurück geliebt wird. Ich denke, darauf sollten wir nicht wirklich warten!
Will man zur Allumfassenden Liebe, kommt man also um diesen Instinkt nicht herum. Man kann ihn übrigens mit der Einstellung abschalten, dass man die Dinge, die man scheinbar für andere tut, gar nicht wirklich für sie macht, sondern für sich selbst. Man tut es, weil man es tun will. Mit dieser Einstellung mache ich auch meine Arbeit. Ich tue scheinbar etwas für andere, aber nur, weil es mich selbst mit Glück erfüllt, das zu tun. Damit erwarte ich keine Dankbarkeit von meinen Teilnehmern. Ich erwarte auch nicht, dass sie wirklich umsetzen, was ich ihnen anbiete. Ich finde bereits meine Erfüllung darin, mein Wissen anzubieten. Auf diese Weise ist meine Motivation stabil und wird nicht von dem 5 zu 1 Beziehungskonto gestört.
Ohne die richtige Motivation gibt es immer wieder Schwierigkeiten mit unseren Instinkten. Dauerhafte Zusammengehörigkeitsgefühle sind erst möglich, wenn unsere Motivation insgesamt stimmt. Sie darf weder Erwartungen an andere enthalten noch darf sie von Änderungs- oder Erziehungsabsichten geprägt sein. Das Gleiche gilt für die Gelassenheit und die Souveränität. Auch diese beiden Eckpfeiler sollten geschaffen werden, bevor man sich ganz und gar auf die Zusammengehörigkeit konzentriert.
Nicht zuletzt braucht es auch einige Zeit, um die beschriebene emotionale Basis überhaupt nervlich auszuhalten. Man muss sich tatsächlich an das Glück einige Zeit gewöhnen, um es zu ertragen.
Diese glücklichen Gefühle können sehr intensiv werden. Im letzten Camp haben wir uns „die Lichter damit ausgeschossen“, dass wir mit diesen vier Gefühlen unsere Spiegelneuronenallee gemacht haben. Dabei wurden alle vier Gefühle so stark, dass fasst alle, die durch die Allee gegangen sind, vor Glück und Liebe weinen mussten und völlig von ihren glücklichen Gefühlen überwältigt waren. (Ich selbst übrigens auch.) Die meisten hätten nie geahnt, dass man in einer Tiefgarage, wo der Event stattfand, so immens glücklich sein kann. Und wenn man das in einer Tiefgarage kann, dann kann man es überall!
Die Spiegelneuronenallee zeigt lediglich ein wenig davon auf, was tatsächlich möglich ist.
Mit dieser Maßnahme können wir für ein paar Minuten ein Glücksniveau erleben, das die meisten Menschen nicht für möglich halten, das aber möglich ist, wenn wir für unsere emotionale Basis ein festes Fundament schaffen. Die überwältigenden Glücksgefühle der Spiegelneuronenallee sind nur ein kleiner Vorgeschmack von dem, was wir mit der richtigen Persönlichkeitsentwicklung zum Glück erreichen können. Lasst euch überraschen, was die Allee bei euch für Gefühle hervorbringt. Ihr werdet es bei den Wochenend-Camps erleben.
Ich habe viele Jahre damit zugebracht, die einfachsten Wege für diese emotionale Basis zur Allumfassenden Liebe zu finden. Sie ist jedoch nicht nur die Basis der Liebe, sondern gleichzeitig auch die Basis jeder spirituellen Entwicklung - egal, ob es um Realitätsgestaltung, außerkörperliche Wahrnehmungen oder um Heilung oder andere abgefahrene spirituelle Erfahrungen geht.
Die Suche nach diesem Weg erforderte es, dass ich mich in den letzten Jahren ganz auf das Glück konzentrierte. Viele meiner Leser und Seminarteilnehmer haben deshalb die Spiritualität in meinen Büchern und Seminaren vermisst. Sie war in Wirklichkeit jedoch niemals weg!
Mit dem Glückskonzept, dass ich jetzt entwickeln konnte, ist es nicht mehr notwendig, 40 Jahre in der Wüste für spirituelle Erfahrungen zu meditieren. Es gelingt alles sehr viel einfacher, wenn man genau weiß, wo man ansetzen kann. Die wissenschaftliche Gehirnforschung hat uns hier große Dienste erwiesen. Sie hat unser Fleisch- und Blutsbündnis mit dem Körper transparent gemacht und damit Möglichkeiten aufgezeigt, die man zuvor nur „zufällig“ gefunden hätte. Aus den Erkenntnissen der Wissenschaft konnte ich die effektivsten Punkte ableiten, an denen man ansetzen kann.
Ich freue mich darauf, diese Punkte als Ergebnis meiner Arbeit bei den Wochenend-Camps und in meinem neuen Buch, das voraussichtlich Mitte des nächsten Jahres heraus kommt, an euch weiter zu geben und diesen Weg mit euch gemeinsam zu gehen. Ich wünsche euch „Alles Liebe“!

Bodo (alias Ella Kensington)



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