Startseite
Wir sind ...
Gesundheit und Ernährung
Fitness und Sport
Selbstverteidigung
Selbstbehauptung
Salsa
Mindmachines
Gedanken zum Leben
Gewaltfreie Kommunikation
NLP
Beziehungen
    Geschäfts-Kontakte
    Private Kontakte
    Verständnis ...
    Akzeptanz
    Seelengefährte
    Schenken und Annehmen
    Lächeln
    Beziehungsweise ...
    Ich möchte ...
    Ewige Liebe?
    Liebe und Glück
    Alphabet
    Wunsch oder Erwartung
    Angst vor der Wahrheit
    Eifersucht
    Du bist kompliziert!
    Männer sind anders - Frauen auch
    Liebe und Macht
    Zitate über Frauen ...
    Eugen Roth
    Ohne Liebe
    Was ist Liebe?
    Liebe - was ist das?
Erziehung
Wolfgangs Empfehlungen
Wolfgangs Buch-Tipps
Ich danke ...
Kontakt
Übersicht
Impressum

Liebe – was ist das?

Über diese Frage haben sich schon die ganze Welt,
die größten Dichter und Philosophen Gedanken gemacht.
Und niemand hat bisher eine wirklich umfassende Antwort gefunden.
Das versuche ich auch nicht – ich hab ebenfalls nur ein paar Gedanken dazu.

Liebe ist die größte Energie und die stärkste, wirksamste Macht auf der Welt.

Die meisten Menschen wünschen sich Liebe und meinen damit,
dass sie von einem anderen Menschen geliebt werden wollen.
Und damit wird Liebe zu etwas, das wir von Anderen haben wollen,
so wie wir uns von Anderen Geduld, Interesse, Verständnis wünschen.

Früher dachte ich, das wäre falsch, dachte, dass Liebe ausschließlich etwas ist,
das wir für Andere/s haben und geben sollten.
Mit dieser Erkenntnis habe ich vor einigen Jahren schon die folgenden Zeilen verfasst:

Leben heißt lieben -
lieben heißt geben -
geben heißt verzichten -
verzichten heißt genießen -
genießen heißt leben -
leben heißt lieben!

Es ist richtig, dass ich von Anderen nur nehmen sollte, was ich selbst geben kann.
Das gilt auch – und ganz besonders – für die Liebe!
Wenn ich immer nur nehme und das, was ich bekomme, aufsauge wie ein Schwamm,
ohne einigermaßen für Ausgleich zu sorgen, dann wird der Andere bald „leer“ sein,
wenn er diesen Energie-Abfluss nicht ausgleichen kann.

In der Natur gilt schon immer das Prinzip:
Wo etwas abfließt, muss neuer Zufluss erfolgen.
Die Natur strebt danach, jede entstandene Lücke wieder zu schließen.
Das gilt für Materie ebenso wie für Energie.

Für alles, was ich bekomme, sollte ich wieder etwas geben,
für alles, was ich mir nehme, muss ich bezahlen.

Es gilt jedoch auch das Prinzip des Überflusses:
Wenn der Topf schon bis zum Rand voll ist, wird ihn jeder weitere Tropfen
zum Überlaufen bringen. Der Topf gibt dann freiwillig von seinem Inhalt etwas ab.
Er könnte seinen Überfluss ja auch gar nicht für sich behalten.
Und er braucht keinen Ausgleich für das, was er im Überfluss hat.

Wenn nun neben Topf A ein Topf B mit ähnlicher Größe steht, der jedoch leer oder
nicht so gefüllt ist wie Topf A, dann wird Topf A seinem Nachbarn gerne
von seinem Überfluss abgeben, ohne einen Ausgleich zu erwarten.
Und Topf B wird gerne aufnehmen, was sein Nachbar ihm gibt.
Wenn Topf A jedoch keine Möglichkeit hat, immer wieder nachgefüllt zu werden und wenn
er auch von Topf B nichts zurück bekommt, damit Beide einigermaßen gleich gefüllt sind,
dann wird Topf A bald geleert sein.

Grundsätzlich gilt jedenfalls:
Wie will ich für jemand Anders Geduld, Verständnis, Interesse aufbringen,
wenn ich mit mir selbst keine Geduld habe, wenn ich mich selbst nicht verstehe,
wenn ich für mich selbst kein Interesse habe?
Wie soll jemand Anders für mich Geduld, Verständnis, Interesse aufbringen,
wenn mir selbst das mit mir nicht gelingt?

Wie will ich jemand Anders lieben können, wenn ich mich selbst nicht lieben kann?
Wie soll jemand Anders mich lieben können, wenn mir selbst das mit mir nicht gelingt?

Wenn ich in mir keine Liebe spüre, wenn ich also „leer“ bin, ein Defizit habe,
dann habe ich das Bedürfnis, dieses Defizit auszugleichen.
Dann wünsche ich mir, Liebe von Anderen zu bekommen.
Und wenn ich den „passenden“ Menschen dafür gefunden habe, werde ich versuchen,
das, was mir fehlt, von ihm zu bekommen und gerne annehmen, was er mir gibt.
Und da ich „leer“ bin, werde ich immer nur nehmen, denn ich hab ja nichts,
was ich ihm dafür geben könnte.
Wenn ich Glück habe, dann ist mein/e Partner/in so ein „randvoller Topf“ und
gibt mir aus seinem Überfluss. Und solange seine „Quelle“ nicht versiegt und
es ihm Spaß macht, weiterhin nur zu geben, wird dieses „Spiel“ so weiter gehen.
Auf Dauer ist diese Beziehung jedoch bestimmt nicht stabil.

Wesentliche Erkenntnis für mich ist also bisher:
Wenn ich zu einem Menschen (weil er mir gefällt, weil ich ihn bzw. bestimmte Eigenschaften
oder Verhaltensweisen an ihm mag) sage „Ich liebe Dich!“,
dann darf es schon so sein, dass ich mir von diesem Menschen wünsche,
von ihm ebenfalls geliebt zu werden.

Ich sollte jedoch vorher schon selbst von Liebe so erfüllt sein,
dass ich von meinem „Überfluss“ leicht und gerne etwas abgeben kann und
die Liebe des Anderen daher nicht „brauche“, um mein Defizit auszugleichen.
Wie wir das erreichen können, habe ich an anderer Stelle schon beschrieben.

Und was ist mit der „bedingungslosen“ Liebe?
Allgemein wird darunter verstanden, dass ich Jemand oder etwas liebe,
ohne dass daraus für mich ein Vorteil entsteht,
ohne dass ich eine Gegenleistung oder ebenfalls Liebe dafür erhalte.
Also Liebe ohne „Bedingungen“.
Ein Mensch, der keine oder nur wenig Liebe in sich hat, der also jemand braucht,
um dieses Defizit in sich auszugleichen, wird wahrscheinlich nicht oder
nur mühsam „bedingungslos“ lieben können.
Es mag sein, dass er Manches schön findet, dass ihm Manches gefällt.
Das ist jedoch meistens keine Liebe, sondern nur ein „Haben wollen“!

Also auch - oder erst recht - für die „bedingungslose“ Liebe gilt,
dass ich sie zunächst in mir selbst und für mich selbst empfinden muss,
bevor ich sie Anderen geben oder von Anderen annehmen kann!
Von Anderen bedingungslose Liebe zu verlangen, ist grundsätzlich ein Widerspruch.
Die Liebe an sich ist bedingungslos. Wenn nicht, wird sie zum Tausch-Handel reduziert.

Wann kann ich denn überhaupt zu Jemand sagen „Ich liebe Dich!“?
Gibt es dafür bestimmte Regeln und Fristen?
Kann ich es schon nach einem Tag oder nach einer Woche sagen?
Oder sollte ich damit mindestens einen Monat, ein Vierteljahr oder noch länger warten?

Mit dem Verstand lässt sich diese Frage nicht oder nicht so einfach beantworten!
Denn Liebe ist ein Gefühl, das mächtigste auf der Welt!
Und Gefühle haben mehr Macht als der stärkste Verstand!

Also scheinbar ganz einfach:
Ich kann diese Worte denken oder aussprechen, wenn ich sie fühle!
Trotzdem verlangt mein Verstand (und der Verstand des geliebten Menschen)
einige Fakten, um dieses Gefühl in mir „rechtfertigen“ zu können.
Diese Fakten könnten im Aussehen, in Eigenschaften oder Verhaltensweisen
des Anderen zu finden sein.

Den Anderen „seines Selbst wegen“ zu lieben – dieses große Gefühl –
beruht also auf Fakten?
Dann könnten wir der Entwicklung dieses Gefühls leicht nachhelfen,
und dem Sicherheitsbedürfnis unseres Verstands entsprechen.
Es kann also durchaus sein, dass ich bereits nach ein paar Stunden mit einem Menschen
in mir eine Ahnung von Liebe spüre, wenn ich bereits Einiges an ihm erkannt habe,
das ich mag, das mir gefällt, das ich liebe.
Und je mehr Zeit wir zusammen verbringen, um so mehr Fakten können wir sammeln.
Je mehr Fakten wir voneinander kennen und wissen,
um so mehr wird es vielleicht geben, was wir aneinander lieben.

Und um so schneller wird auch unser Verstand akzeptieren,
wenn wir zueinander sagen „Ich liebeDich!“

Wolfgang Pecher

P.S.: Ich bitte jeden Leser um seine
Meinung, Kommentar, Kritik.



Nach oben

Ist diese Information auch für Andere interessant?



Nach oben



Nach oben

Druckbare Version