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Ewige Liebe?

Das Geheimnis ewiger Liebe

Sie kann uns in Ekstase versetzen – und sich trotzdem im nächsten Moment davonstehlen.

Liebe ist kein Zustand, sondern harte Arbeit!

Er schrieb ihr Liebesbriefe ins Büro.
In Ugarit, einer Geheimschrift, die nur sie beide entziffern konnten.
Er bohrte die Milchstraße in ein Straußenei und baute eine Nachttischlampe für sie.
Nächtelang konnten sie durchquatschen, ohne sich aneinander satt hören zu können.
Heute, sieben Jahre und zwei Töchter später, ist sie nach Job und Kinderprogramm
mit unausgeräumten Spülmaschinen überfordert, flüchtet er gern und oft
in den Dunstkreis neuer Gesprächspartner(innen).
Für den intensiven Austausch nehmen sich beide kaum noch Zeit.
Ihre Liebe wird platt gedrückt von der Wucht des Alltags.

"Die meisten Beziehungen starten auf einem extrem hohen Level,
und keiner kann sich vorstellen, dass sich das irgendwann ändert", sagt John Gottman.
Seit 20 Jahren untersucht der renommierte Beziehungsforscher die Struktur
von Paarbeziehungen in seinem Computerlabor in Seattle.
Seine Erkenntnis: "Nach einiger Zeit lassen wir die Freundschaft,
die uns mit dem Partner verbindet, an täglichen kleinen Irritationen leiden."
Das Ende zeichnet sich ab, wenn negative Gefühle überwiegen,
die Auseinandersetzungen immer persönlicher, immer verletzender werden.

Ist sie alltagstauglich?

Doch, sagen Psychologen, vorausgesetzt man kennt die Regeln.

Nach zahllosen Videobandanalysen streitender Paare glaubt John Gottman,
eine Gesetzmäßigkeit ableiten zu können: "Auseinandersetzungen zwischen Paaren
gehen nicht darum, ob die Toilettenbrille oben oder unten ist und
wer den Müll raus trägt.
Dahinter verbergen sich tiefere, verletzlichere Mechanismen."

Die basieren auf der Unterschiedlichkeit der Partner in so fundamentalen Bereichen
wie Bedürfnissen, Lebenseinstellung, Persönlichkeit und Wertesystem.
Dabei ist Anderssein nicht grundsätzlich negativ!
Was viele Partner jedoch voneinander entfernt, sind nicht diese Unterschiede,
sondern der Umgang mit ihnen. Ist der nicht positiv,
hat die Beziehung schlechte Karten.

Eine Lektion, die Margit Mecklenburg, 48, erst mühsam lernen musste.
Inzwischen ist sie 28 Jahre mit Christian, 53, verheiratet,
hat zwei Adoptivsöhne im Alter von 17 und 12 Jahren und ist glücklich,
dass sie nie aufgegeben hat.
"Früher haben mir tiefgründige Gespräche mit meinem Mann gefehlt.
Oft wünschte ich mir, er würde mehr Interesse an mir zeigen."
Die selbstständige Kauffrau mit eigenem Naturladen in Hollenstedt konnte
schwer ertragen, wenn ihr Mann abends müde nach Hause kam:
"Ich war sehr fordernd", sagt sie heute.
Inzwischen sind die defizitären Gefühle verschwunden,
geblieben ist die Überzeugung, dass man den Menschen,
mit dem man glücklich zusammenleben will, nicht umerziehen kann.
"In den Grundstrukturen bleibt jeder, wie er immer war.
Und mit diesen Eigenschaften muss man seinen Frieden machen können.
Kann man das nicht, ist der „Rosenkrieg“ vorprogrammiert!"

Die Persönlichkeitsstruktur des anderen zu erkennen,
sie nicht nur zu akzeptieren, sondern auch nach Jahren noch zu mögen,
das gelingt nur wenigen. Jutta gehört dazu.
Kürzlich, auf ihrem 40. Geburtstag, verschwand ihr Mann Christoph
während des Essens, um den 3-jährigen Sohn ins Bett zu bringen.
Als er nach einer Stunde nicht wieder auftauchte und sie gefragt wurde,
wo er denn bliebe, meinte sie, er sei bestimmt eingeschlafen – und lächelte.
Den entsetzten Freunden erklärte sie, dass er sich – trotz stressigem Buchprojekt –
den ganzen Tag für sie frei geboxt habe.
Seine Erschöpfung könne sie gut nachvollziehen.
Hinter so einer entspannten Reaktion steckt Wissen.
Und Wissen ist Stärke, sagt John Gottman und erklärt dies zur ersten Regel
auf dem Weg zu einer besseren Partnerschaft.
Wer begriffen hat, wie der andere tickt, in welcher Situation er sich befindet
und was ihn bewegt, kann Reaktionen besser einordnen,
um sie nicht persönlich und als gegen sich gerichtet zu empfinden.

Zuspruch und Anerkennung

Auch Zuspruch und Anerkennung lassen eine Beziehung stärker werden.
Im Alltag brauchen wir positive Bestätigung!
Negative Kritik kostet Kraft und macht auf Dauer mürbe!

Es gibt eine Glücksformel, die in der Branche inzwischen Gottman-Konstante
genannt wird.

Die mathematische Gleichung lautet 5:1. Fünf positive Erlebnisse muss stiften,
wer dem Partner ein negatives beschert hat – etwa in Form einer harschen Kritik
oder eines Streits.

Auch wenn das schwer umzusetzen ist, allein der Versuch ist schon viel wert.

Katrin, 39, hat mit ihrem Mann Stefan nach 18 Jahren Ehe
einen guten Mechanismus entwickelt,
negative Spannungen im Alltagstrott zu entschärfen:
"Wenn ich weiß, dass ich Mist gebaut habe, kann ich gut einlenken."
Sie überrascht ihn dann damit, mit in die Sauna zu kommen,
obwohl sie Saunen nicht ausstehen kann,
oder schiebt ihm Zettelchen unter die Windschutzscheibe.

Auch Humor ist eine süße Waffe gegen scharfe Töne.
Ina Freiwald und Alexander Bär benutzen sie gern,
wenn die Auseinandersetzungen zu eskalieren drohen:
"Wir können uns brutal annerven", sagt die 40-Jährige.
"Doch urplötzlich machen wir uns über uns selbst lustig,
die verbalen Gefechte werden witzig und wir müssen beide lachen."

Ihr unterschiedliches Temperament – sie ist quirlig, er der Ruhepol –
bietet zwar eine Menge Zündstoff, aber der Wille ist da,
sich auf eine gemeinsame Geschwindigkeit einzuschießen.
Alexander: "Ich finde ihre Dynamik immer wieder Klasse.
Ich glaube, in Kombination mit meiner abwägenden Art ist bisher
sehr viel Schönes dabei herausgekommen."

Wichtige Zugeständnisse

Ein weiterer Tipp aus dem Regelkatalog des Paarkenners Gottmann:
Lassen Sie sich von Ihrem Partner beeinflussen.

Es ist nicht die große Verbiegung, die damit gemeint ist,
sondern es sind die kleinen Zugeständnisse, die zeigen,
wie wichtig uns Meinung und Wünsche des Anderen sind.
Das können Familienfeiern sein, die sie mitmacht, weil sie weiß,
wie sehr er an seiner Familie hängt.
Oder ihre Bitte um Zeit für ein gemeinsames Essen bei Kerzenschein,
weil sie mal wieder in Ruhe reden will.

Auf einem ähnlichen Wertesystem beruht auch die Beziehung
von Maria und Thomas Gerigk-Bruhn.
Die beiden Hamburger sind seit 22 Jahren verheiratet,
hatten zunächst allerdings stürmische Zeiten vor sich.
"Wir waren zigmal getrennt, bevor wir erkannt haben,
dass wir ohne einander nicht können", erinnert sich Maria.
"Was uns fehlte, war eine gute Streitkultur.
Bei mir ging es manchmal unter die Gürtellinie."
Den gegenseitigen Respekt haben sie dennoch nie verloren und
jetzt vier süße Kinder und eine Menge Spaß miteinander.

Wer viel investiert, kann auch viel gewinnen.
Offensichtlich, so meint zumindest John Gottman,
führen wir im Unterbewusstsein ein Punktekonto,
das uns signalisiert, ob es sich lohnt zu kämpfen.
Obwohl sie es am Anfang ihrer Ehe nicht immer leicht hatte, i
st Hanna Brüggemann, 73, nie ausgestiegen.
"Da war immer zu viel da, was ich nie hätte aufgeben können",
sagt sie heute.
Der gemeinsame Hof in der Lüneburger Heide,
vier tolle Kinder und rauschende Feste, an die sie gern und oft zurückdenkt.
Eine schöne gemeinsame Lebensgeschichte,
die jeden Tag um ein paar Seiten weiter geschrieben wurde.

Dass sie im kommenden Jahr mit ihrem Mann Friedrich-Otto, 76,
Goldene Hochzeit feiert, erfüllt sie mit Stolz und Freude.
Es ist die Ernte jahrelanger Beziehungspflege und
kleiner gegenseitiger Zugeständnisse.

Was zeigt: Schlechte Beziehungen scheitern ähnlich.
Kritik, Verachtung, Rückzug sind die Begleiter der Spirale,
die sich immer weiter nach unten dreht.
Gute Beziehungen dagegen gelingen auf viele Weisen.


So halten Sie Ihre Liebe lebendig

Liebe trifft uns. Und sie zu bewahren, ist harte Arbeit.

1. Kritisieren Sie die aktuelle Situation, nicht den Zustand!
Vermeiden Sie Generalisierungen wie etwa "Nie bist du …", "Immer hast du …"

2. Achten Sie nicht nur auf Ihre Sprache, sondern auch auf die Körperhaltung.
Auch die kann Verachtung widerspiegeln.

3. Pflegen Sie Ihre positive Erinnerung.
Die kann Ihnen über schwere Zeiten hinweghelfen.

4. Nehmen Sie Anteil am "inneren" Leben Ihres Partners.
Was beschäftigt ihn, wovor hat er Angst, welche Wünsche hat er?

5. Schreiben Sie auf, was Sie an Ihrem Partner lieben und
auf welche Eigenschaften Sie stolz sind.

6. Verfassen Sie eine Liste gemeinsamer Interessen,
die Sie gern verfolgen würden.

7. Machen Sie kleine Kompromisse und sehen Sie sie positiv.

8. Kontrollieren Sie zerstörerische Strukturen.
Eine Entschuldigung bringt nichts,
wenn sie nicht in das System des Partners vordringt.

9. Schaffen Sie Rituale, die Ihnen beiden wichtig sind.


Wie können sich Männer und Frauen besser verstehen?


Alles beginnt mit der Einsicht, dass Männer und Frauen so verschieden sind,
als kämen sie von zwei Planeten.
Die meisten Missverständnisse und Enttäuschungen hängen damit zusammen,
dass wir eigene Werte und Verhaltensmuster auf unseren Partner übertragen.
Damit entstehen Erwartungen, die fast zwangsläufig enttäuscht werden müssen.


Worüber streiten die meisten Paare?

Über Geld, Kindererziehung, Freizeitgestaltung, unterschiedliche Interessen.
Es ist völlig normal, dass man in einer Beziehung zuweilen in Konflikte gerät.
Entscheidend ist, wie man damit umgeht.
Da unterscheiden sich die erfüllten und glücklichen Partnerschaften
von den weniger glücklichen.


Wie kann man Streit vermeiden?


Eine Regel besagt, dass neunzig Prozent unserer akuten Verärgerung oder Verletztheit
mit unserer Vergangenheit zu tun haben und nur zehn Prozent mit dem aktuellen Anlass.
Wir müssen es schaffen, unsere Vergangenheit zu heilen.
Konflikte werden wir dann zwar austragen,
aber sie werden nicht mehr so emotional sein.


Hat sich das Klima zwischen Frauen und Männern verändert?


Ja. Die alten Rollenbilder sind untergegangen.
Diese Entwicklung hat vor allem bei Frauen das Selbstwertgefühl dramatisch verändert.
Wir leben in einer Übergangszeit.
Das macht es schwer, seine eigene Rolle zu finden.


Was können und müssen wir voneinander lernen?

Wir können von unserer Verschiedenheit profitieren, wenn wir sie positiv interpretieren.
Als Mann muss ich wissen, wie ich die feminine Seite meiner Frau unterstütze und
als Frau, wie ich meinen Mann in seiner Virilität stärken kann.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema?
Schreiben Sie mir einfach eine Mail!

Wolfgang Pecher



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